die schwimmenden ferienhäuser
der marina lauterbach liegen fest vertäut am steg, der über das wasser führt. von nahem wirken sie verlässlich und gleichzeitig übermütig und unberechenbar, so, als könnten sie sich im nächsten augenblick von ihren ketten losreißen. der boden unter den füssen der gäste verschwimmt in seltsamen träumen.
was murmeln die nixen von rügen?
warum ist das schweigen der fische so schwatzhaft?
was gluckst und plappert so trunken unter dem vollmond?
nachts, wenn die gäste schlafen, treiben die schwimmenden häuser vielleicht hinaus aufs offene meer, um morgens wieder brav an ihren platz zurückzukehren.
mario wirz schriftsteller




